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Review · 3D-Action

Aliens vs. Predator 2

Die beiden Namensgeber sprechen eigentlich für sich. Die schmierigen Aliens, die kreuz und quer über Wände huschen können und der Predator, der es sich zum Sport gemacht hat, Menschen zu jagen. Warum sollte man also diese beiden „Extremsportler“…

Titelbild zu Aliens vs. Predator 2
Die beiden Namensgeber sprechen eigentlich für sich. Die schmierigen Aliens, die kreuz und quer über Wände huschen können und der Predator, der es sich zum Sport gemacht hat, Menschen zu jagen. Warum sollte man also diese beiden „Extremsportler“ nicht mal aufeinander loslassen? Zumindest im Egoshooter Aliens vs. Predator 2 wird dies virtuelle Realität.

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Wie der erfahrene Leser schnell feststellt, gab es vor einigen Jahren bereits ein Spiel namens Aliens vs. Predator. Damals gab es allerdings etliche Kritik am Speichersystem und an der Grafik, die doch sehr an den Konsolenursprung erinnerte. Die Neuauflage versucht nun, in all diesen Punkten besser zu sein und hat auch Erfolg damit. Das liegt allerdings nicht an der dünnen Story, die das Spiel erzählt. Wissenschaftler versuchen nämlich auf dem Planeten LV1201 Experimente mit Alieneiern durchzuführen. Leider entkommt einer der kleinen Alienwichte und wächst munter zu einem stattlichen Alien heran. Durch einen dummen Zufall hat es auch den Predator noch auf diesen Planeten verschlagen. Er nutzt natürlich dir Chance und jagt seinerseits ein paar Menschlein. Diese lassen das allerdings auch nicht auf sich sitzen und ordern einen Trupp Marines, der dem ganzen Treiben ein Ende setzen will. Damit sind auch schon die drei Hauptakteure vorgestellt.

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Aliens vs. Predator 2 enthält drei Kampagnen, die man wahlweise als Marine, Alien oder Predator spielen kann. Jede Kampagne umfaßt sieben Level und verläuft auf der Handlungsebene parallel zu den anderen Kampagnen. Natürlich sind auch die Missionsziele immer verschieden. Als Marine hat man die Aufgabe, die bösen Aliens und ein paar durchgeknallte Wissenschaftler zu erledigen. Als Alien braucht man erst einmal einen Wirtskörper, um groß zu werden und die Ziele des Predators sind auch eher einfacher Natur – möglichst viele Menschen jagen. So unterschiedlich die Kampagnen sind, so verschieden spielen sie sich auch. Jeder unserer drei Helden hat andere Möglichkeiten und sogar seine eigene Steuerung. Doch dazu später.
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Insgesamt erstrahlt Aliens vs. Predator in wunderschön düsterer Atmosphäre. Die Level sind sehr düster und sorgen so schnell für einen Gruseleffekt. Gerade der Anfang der Marinekampagne wirkt sehr unheimlich, da man auf die ersten Gegner länger als gewöhnlich warten muß. Auch die Aliens selber wurden sehr gut ins Spiel integriert. Die schnellen Bewegungen und athletischen Sprünge der Krabbelviecher sehen einfach phantastisch aus. Mit der Zeit wirken allerdings die Level etwas eintönig. Die Predatorkampagne bietet glücklicherweise sehr gute Außendarstellungen, die für einige Level der anderen Kampagnen entschädigen. Das Programm verwendet eine weiterentwickelte Lithtech-Engine. Diese zählt nicht unbedingt zu den neusten Errungenschaften und kommt weder an die Quake3- noch an die Unrealengine heran. Trotz allem liefert sie gute Ergebnisse, schafft es aber natürlich nicht, neue Maßstäbe zu setzen.

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Weiterhin kann das Programm in Sachen Sound auftrumpfen. Die unheimliche Geräuschkulisse verstärkt den Gruseleffekt immens. Auch die Dialoge wurden gut ins Spiel integriert. Man glaubt teilweise die Emotionen der Akteure nachvollziehen zu können. Wenn man sich beispielsweise in der Rolle des Alien einem Soldaten von hinten nähert, der froh darüber ist, in Sicherheit zu sein, macht die Aufklärung dieses Irrtums richtig Spaß. Zu der genialen Sprachausgabe gesellt sich gewaltige Orchestermusik, die das ganze Szenario erbeben läßt. So eine gute akustische Untermalung kann man sich bei den meisten Spielen nur wünschen.
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Was sich die meisten Spieler jedoch wünschen ist eine gelungene Steuerung. Über weite Strecken wurde auf die bewährte Shooter-Steuerung gesetzt. Diese erfüllt auch ihren Zweck. Einzig und allein in der Rolle des Aliens ist es ziemlich schwer. Da man in dieser Kampagne über alle Wände und Decken laufen kann, geht die Übersicht schnell verloren. Gerade für Spieler mit Orientierungsproblemen wird es schwer, den richtigen Weg zu finden. Die Gegner machen es einem auch nicht leichter, denn haben sie den Spieler einmal entdeckt, tun sie alles, um ihn zu vernichten. Gerade unser Alien ist nicht unbedingt gut gepanzert. Zusammen mit den Orientierungsproblemen wird man viele Alientode sterben. Aber auch als Marine hat man es nicht leicht, denn die Gegner strömen oft sehr zahlreich auf unseren Helden ein. Es ist aber ein sehr befriedigendes Gefühl, wenn man nach der gruseligen Marinekampagne selber Angst und Schrecken verbreiten darf.

Damit keine lange Weile aufkommt, gibt es im Spiel 21 verschiedene Waffen. Natürlich kann nicht jeder jede Waffe benutzen, den nur unser Alien hat sein scharfes Gebiß, kann dafür aber mit einem Flammenwerfer nicht umgehen. Das Spiel ist trotz allem nicht ganz unumstritten. Die US-Version war noch sehr brutal, die entschärfte deutsche Version gefällt da schon besser, ist aber für Kinder absolut nicht geeignet. So verschafft sich beispielsweise unser Alien neue Lebensenergie, indem er in den Kopf des Gegners beißt. Da bewaffnete Gegner meist anders ausgeschaltet werden, bleibt nur der Biß in die Wissenschaftler, die sich bei unserem Anblick erschrocken zusammenkauern. Gut, ein Alien ist kein Teletubbie, aber etwas fraglich ist diese Praxis schon, zumal diese Art der „Energiegewinnung“ von den Herstellern frei erfunden ist und nichts mit den Alienfilmen zu tun hat. Dies ist aber auch der einzige Kritikpunkt. Die restliche Lokalisation ist gut gelungen und spricht alle Freunde von Ego-Shootern an. Das im Vorgänger kritisierte Speichersystem wurde glücklicherweise geändert. Nun ist es jederzeit möglich, den Spielstand zu speichern. Leider sind die Ladezeiten der Spielstände ab und zu enorm.

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Zu dem guten Spiel gesellt sich ein relativ ausführliches Handbuch, daß die wichtigsten Punkte erklärt. Auch die voreingestellten Tastaturbefehle werden in übersichtlichen Tabellen dargeboten. Unverständlicherweise funktioniert die angeführte Option für Screenshots nicht. Bleibt zu hoffen, daß dieses Manko mit einem Patch ausgeglichen wird. Aliens vs. Predator 2 bietet natürlich auch einen Multiplayermodus. Hier stehen 10 Charakter und 12 Karten zur Verfügung, die für langanhaltenden Spaß sorgen.

Fazit

Aliens vs. Predator 2 ist ein richtig gutes Actionspiel. Die unterschiedlichen Kampagnen spiegeln die Handlung aus allen Sichtweisen wieder und sorgen für lang anhaltende Motivation. Für einen eventuellen dritten Teil wäre trotz allem eine Überarbeitung der Grafikengine notwendig. Das Spiel schafft es seit langem wieder, gruselige Stimmung vor dem heimischen Rechner zu verbreiten.

Systemanforderungen

Systemangaben: Rechner mit 1Ghz, 256 MB Ram, 1,1 GB Festplattenspeicher, 3D Karte Voraussetzungen: Rechner mit 500MHz, 128 MB Ram, 670 MB Festplattenspeicher, 3D Karte