Manchmal dauert es recht lange, bis man Ideen aus Filmen in Spielen umsetzt. So ist der Film „Das 5. Element“ schon etliche Zeit aus den Kinos – doch nun dürfen auch endlich wir der Lieblingsbeschäftigung von Korben Dallas nachgehen. Dabei…
Manchmal dauert es recht lange, bis man Ideen aus Filmen in Spielen umsetzt. So ist der Film „Das 5. Element“ schon etliche Zeit aus den Kinos – doch nun dürfen auch endlich wir der Lieblingsbeschäftigung von Korben Dallas nachgehen. Dabei handelt es sich natürlich nicht um das Retten rothaariger Zuckerpüppchen, sondern um das Fahren eines Antischwerkraftfahrzeuges im dichten Stadtverkehr.
Fans des Filmes werden sich sicher an die, wenn auch relativ kurze, Szene erinnern. Das Spiel hat allerdings thematisch nichts mit dem Film zu tun, doch erinnern einige Momente stark an das inoffizielle Vorbild. Wie bereits erwähnt, sind wir mit unserem Gleiter im Stadtverkehr unterwegs und haben etliche Aufträge zu erfüllen. Anfangs handelt es sich zwar nur um Botenaufträge, kurze Zeit später werden die Aufträge aber schon komplexer. So dürfen wir mal die Bar eines Konkurrenten zerstören, mal ein Rennen fahren und ab und an auch einen Gegner zu Tode rammen. Für Abwechslung ist auf jeden Fall gesorgt. Leider fehlt eine richtig durchgängige Story. Einzelne Aufträge hängen zwar zusammen, aber eine richtig große Kampagne sucht man leider vergebens. Damit man trotzdem richtig in Stimmung kommt, wurde für eine gute Grafik mit vielen Hindernissen gesorgt. Leider ist man nur in einer einzigen Stadt unterwegs, was die grafische Vielfalt stark einschränkt, doch die vorhandenen Grafikobjekte wurden durchweg gut in Szene gesetzt. Die besondere Stärke zieht Beam Breakers hier aus der Darstellung des Verkehrs und der Architektur. So geben entgegenkommende Fahrzeuge mit der Lichthupe Signale und weichen aus. Weicht man selber dem Verkehr aus, macht man oft Bekanntschaft mit der Häuserfront. Insgesamt wird durch diese Mittel ein sehr interessantes Fahrgefühl vermittelt.
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Nicht ganz überzeugen kann der Sound. Hier wäre sicherlich mehr drin gewesen. Zwar schnurrt unser Auto ganz gemütlich vor sich hin, bombastische Effekte fehlen aber. Auch die Hintergrundmusik haut keinen aus den Socken. Insgesamt kann man hier wohl von solider Arbeit ohne Höhepunkte sprechen. Gut gemacht hätte sich an diesem Punkt eventuell die Möglichkeit, eigene mp3 Dateien einzubinden. So hätte man den passenden Sound zum Spiel selber einstellen können. Einen Pluspunkt bekommt die Sprachausgabe, die klar und deutlich ist. Die Aufträge werden konkret benannt und lassen den Spieler nie im Unklaren, was genau zu tun ist. Dieses klare Festlegen der Missionsziele ist auch äußerst wichtig, da die meisten Missionen in einem bestimmten Zeitlimit erledigt werden müssen. Dieses ist meist recht knapp bemessen und fordert vom Spieler die perfekte Handhabung seines Luftautos. Anfangs braucht man zwar eine Weile, um mit dem störrischen Auto klar zu kommen, mit der Zeit stellt sich aber ein Gefühl für den Wagen ein und man lenkt sein Gefährt zielsicher durch die Straßen und Schluchten. Die Steuerung erfolgt am besten über die Tastatur und kann den eigenen Vorstellungen angepaßt werden. Eine Steuerung über die Maus wäre sicher auch sinnvoll gewesen, ist aber im Spiel nicht integriert. Trotz dieses Mankos kann man die Steuerung mit „gut“ bewerten, da nach kurzer Einarbeitung alle Funktionen gut eingesetzt werden können.
Wünschenswert wäre noch ein Waffensystem für das eigene Auto gewesen, doch wäre dann mit Sicherheit die Tastatursteuerung zu komplex geraten. Das fehlende Waffensystem ist auch einer der Hauptschwachpunkte des Spiels. Spannende Schlachten im Großstadtdschungel wären sicherlich ein Highlight gewesen. So allerdings beschränkt sich der Kampf mit der Konkurrenz auf gegenseitiges Anschubsen und wegdrängen. Im Gegensatz zu unserem Fahrzeug dürfen die Polizeifahrzeuge beispielsweise schon mit Energiestrahlen auf unser kleines Schwebemobil schießen. Diese Ungerechtigkeit führt auch zu dem teilweise recht hohen Schwierigkeitsgrad, mit dem man konfrontiert wird. Zwar liegen überall auf den Strecken aufsammelbare Gimmicks herum, doch beschränken sich Auseinandersetzungen mit der Polizei eigentlich immer auf Flucht.
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Weiterhin ist der Schwierigkeitsgrad abhängig vom verwendeten Rechner, denn die Anzahl der Fahrzeuge im Gegenverkehr ist abhängig von der Leistung des Rechners. Mit anderen Worten: Besitzer von High-End Rechnern haben mit einem höheren Schwierigkeitsgrad zu kämpfen als Besitzer langsamer Geräte.
Ein weiterer positiver Punkt des Spieles sind die vielfältigen Spielmodi, die dem Spieler angeboten werden. So gibt es neben den Missionen beispielsweise auch Survival- und Meisterschaftsmodi. Diese Abwechslung sorgt für eine hohe Langzeitmotivation und immer neue Herausforderungen. Wenn man die ersten Missionen gemeistert hat, werden auch weitere Wagen freigeschaltet, die sich allerdings nicht sehr unterschiedlich steuern. Einzig und allein Geschwindigkeit und Lenkbarkeit sind leicht unterschiedlich, haben aber im Endeffekt keine große Auswirkung auf den Spielverlauf an sich. Auf das Handbuch kann in diesem Test leider nicht eingegangen werden, da die vorliegende Version dieses nicht beinhaltet. Aber auch ohne Anleitung hat man die Grundprinzipien des Spiels schnell verstanden und kann in die Welt von Neo York eintauchen. Das Spiel beinhaltet auch einen Multiplayermodus, bei dem allerdings nicht so viel Freude aufkommt, wie möglich gewesen wäre. Auch hier vermißt man schmerzlich ein Waffensystem, um dem Gegner den Sieg nicht zu leicht zu machen. Zusammenfassend kommt man also zu dem Schluß, das in diesem Spiel wesentlich mehr hätte drin sein können. Das Programm macht zwar auch so eine ganze Menge Spaß, doch hätte etwas mehr Komplexität gut getan. Auf der positiven Seite kann Beam Breakers ein äußerst interessantes Fahr bzw. Flugerlebnis in einem schönen Science-fiction-Szenario bieten. Auch die verschiedenen Spielmodi wissen zu gefallen. Hätte das Programm eine durchgehende Storyline und ein Waffensystem, wäre die Wertung wesentlich höher ausgefallen. So bleibt der schale Nachgeschmack, dass viel Potenzial verschenkt wurde.
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Fazit
Beam Breakers ist eher ein Spiel für zwischendurch. Man greift immer wieder dazu und spielt ein paar Missionen, dann legt man das Programm aber auch wieder aus den Händen. Zu wenig verbindet den Spieler mit dem Inhalt und der relativ anonymen Person, die man steuert. Aber auf jeden Fall macht die Jagd durch die Canyons der Großstadt einen Heidenspaß.
Systemanforderungen
Systemangaben: CPU mit 1,2 GHz, 128 MB Ram, 470 MB Festplattenspeicher, T&L Karte
Voraussetzungen: CPU mit 500Mhz, 64 MB Ram, 470MB Festplattenspeicher, 3D Karte