Im alten Ägypten waren Flüche an der Tagesordnung. So konnte man praktisch jeden verfluchen und konnte damit rechnen, das dem Opfer gar schlimmes widerfahren wird. Somit sollte schon klar sein, das das Spiel irgendwas mit Ägypten zu tun hat. Was…
Genre
Action-Adventure
Hersteller
Wanadoo
Autor
Matthias Jentsch
Veröffentlicht
22.12.2003
Altersfreigabe (Altangabe)
2
Aufrufe
18
Im alten Ägypten waren Flüche an der Tagesordnung. So konnte man praktisch jeden verfluchen und konnte damit rechnen, das dem Opfer gar schlimmes widerfahren wird. Somit sollte schon klar sein, das das Spiel irgendwas mit Ägypten zu tun hat. Was genau und ob das Programm auch verflucht ist, erfahrt ihr bei uns.
Wie bereits kurz angesprochen geht es also um einen Fluch aus dem alten Ägypten. Ziel dieser Verwünschung ist Darien Dane, unser Hauptheld. Dieser geht eigentlich nichtsahnend in ein Museum, um dort eine Freundin zu treffen und wird dort plötzlich mit eben diesem Fluch konfrontiert. Darien lebt zwar im ausgehenden 19. Jahrhundert, aber Flüche dieser Art scheinen relativ haltbar zu sein und so sieht sich unser Held gleich mehreren Problemen gegenüber. Untote Mumien fühlen sich gestört, die Freundin wird entführt, ein Araber weiß irgendwie alles, verrät aber nichts und irgendwie war der Museumsbesuch auch anders geplant. Kurz und gut: Wir müssen wieder mal eine Menge tun, damit die Welt wieder im Lot ist. Soviel kurz zur Handlung. Schaut man sich das Programm an, erinnert man sich an Spiele wie Resident Evil oder Alone in the Dark. Der Spieler steuert den Helden mittels Tastatur und Maus durch verschiedene Gegenden, die alle von fest montierten Kameras beleuchtet werden. Spieler der oben genannten Spiele werden sich sofort zu Hause fühlen. Aber auch für Einsteiger in diese Art des Spiels ist „The Eye of Isis“ durchaus beachtenswert, warum soll später beleuchtet werden. Zuerst wollen wir uns einmal der technischen Seite widmen.
Das Programm ist grafisch eher düster gehalten. Die Örtlichkeiten an sich sind gut umgesetzt, man kann also deutlich sehen, in welchem Gebiet man sich bewegt. Die Optik an sich ist sicher nicht auf dem neusten Stand, bietet aber durchaus ein ansehnliches Gesamtbild. Verbesserungsmöglichkeiten wären in jedem Fall bei der Lichtgestaltung drin gewesen. Dynamische Beleuchtung und Schatten hätten dem Spiel sicher gut getan und für mehr Atmosphäre gesorgt. Auch die Animationen sind teilweise nicht ganz glücklich gelungen. Wenn sich unser Held beispielsweise auf der Stelle dreht, wirkt er eher wie eine Weihnachtspyramide – sprich er dreht sich um eine feste Achse, was einfach lächerlich aussieht. Die anderen Bewegungen hingegen sind durchaus gut gelungen, sind aber leider nicht so zahlreich. Gerade die Animationen der Gegner sind oft identisch. So wirkt die fünfzehnte Mumie genau wie die erste. Auch hier gibt es natürlich Abzüge in Sachen Stimmung. Ein weiterer negativ auffallender Punkt sind einige Gegneranimationen. Diese ähneln mehr einem epileptischen Anfall statt einer gruseligen Umwandlung. Doch mit der Zeit sieht man darüber hinweg. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Umsetzung des Sounds. Zum Teil erlebt man richtig dramatische Szenen, an manchen Stellen wirkt die Musik aber einfach gleich und langatmig. Dabei sind die Ansätze richtig gut. Die Musik wird teilweise sehr dramatisch, weist aber so leider zu häufig auf Schockmomente hin, die dadurch ihren Reiz verlieren. Wenn also die Musik erklingt, weiß der Spieler, das gleich etwas passiert. Eine bessere Abstimmung, so daß Sound und Ereignis parallel laufen, wäre stimmungsfördernder gewesen. Zusätzlich muß natürlich erwähnt werden, das alle Dialoge im Spiel in englischer Sprache sind. Es gibt zwar deutsche Untertitel, die gut übersetzt sind, aber auch hier hätten deutsche Sprecher die Stimmung sicher um einiges anheben können.
Wie bei allen Spielen dieser Art stellt sich natürlich auch hier die Frage, wie die Steuerung umgesetzt wurde. Dazu muß gesagt werden, daß „The Eye of Isis“ gleichzeitig auf mehreren Systemen erscheint. Da also neben dem PC auch Konsolen bedient werden, ist das Risiko der typischen Konsolenkrankheiten ziemlich hoch. Die Steuerung an sich wurde gut gelöst. Mittels Maus und Tastatur kann man alle Befehle gut erteilen. Auch die Figur reagiert flott und problemlos. Einzig und allein beim Nachladen von Waffen braucht unser Held ab und an ...
Das Programm ist grafisch eher düster gehalten. Die Örtlichkeiten an sich sind gut umgesetzt, man kann also deutlich sehen, in welchem Gebiet man sich bewegt. Die Optik an sich ist sicher nicht auf dem neusten Stand, bietet aber durchaus ein ansehnliches Gesamtbild. Verbesserungsmöglichkeiten wären in jedem Fall bei der Lichtgestaltung drin gewesen. Dynamische Beleuchtung und Schatten hätten dem Spiel sicher gut getan und für mehr Atmosphäre gesorgt. Auch die Animationen sind teilweise nicht ganz glücklich gelungen. Wenn sich unser Held beispielsweise auf der Stelle dreht, wirkt er eher wie eine Weihnachtspyramide – sprich er dreht sich um eine feste Achse, was einfach lächerlich aussieht. Die anderen Bewegungen hingegen sind durchaus gut gelungen, sind aber leider nicht so zahlreich. Gerade die Animationen der Gegner sind oft identisch. So wirkt die fünfzehnte Mumie genau wie die erste. Auch hier gibt es natürlich Abzüge in Sachen Stimmung. Ein weiterer negativ auffallender Punkt sind einige Gegneranimationen. Diese ähneln mehr einem epileptischen Anfall statt einer gruseligen Umwandlung. Doch mit der Zeit sieht man darüber hinweg. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Umsetzung des Sounds. Zum Teil erlebt man richtig dramatische Szenen, an manchen Stellen wirkt die Musik aber einfach gleich und langatmig. Dabei sind die Ansätze richtig gut. Die Musik wird teilweise sehr dramatisch, weist aber so leider zu häufig auf Schockmomente hin, die dadurch ihren Reiz verlieren. Wenn also die Musik erklingt, weiß der Spieler, das gleich etwas passiert. Eine bessere Abstimmung, so daß Sound und Ereignis parallel laufen, wäre stimmungsfördernder gewesen. Zusätzlich muß natürlich erwähnt werden, das alle Dialoge im Spiel in englischer Sprache sind. Es gibt zwar deutsche Untertitel, die gut übersetzt sind, aber auch hier hätten deutsche Sprecher die Stimmung sicher um einiges anheben können.
Wie bei allen Spielen dieser Art stellt sich natürlich auch hier die Frage, wie die Steuerung umgesetzt wurde. Dazu muß gesagt werden, daß „The Eye of Isis“ gleichzeitig auf mehreren Systemen erscheint. Da also neben dem PC auch Konsolen bedient werden, ist das Risiko der typischen Konsolenkrankheiten ziemlich hoch. Die Steuerung an sich wurde gut gelöst. Mittels Maus und Tastatur kann man alle Befehle gut erteilen. Auch die Figur reagiert flott und problemlos. Einzig und allein beim Nachladen von Waffen braucht unser Held ab und an ...
... mehrere Anläufe. Nettes Gimmick: Auf Wunsch kann man per Tastendruck spezielle Körperbereiche anvisieren und zerstören. Der spielerische Nutzen ist aber eher mäßig. Großes Manko allerdings ist (konsolentypisch) die Savefunktion. Im vorliegenden Spiel übernimmt ein NPC namens Abdul den mobilen Speicherpunkt. Im Klartext. Wann immer man diesen Kerl trifft, darf man speichern. Glücklicherweise sind diese Treffen recht oft, so daß man selten in die Verlegenheit kommt, größere Abschnitte wiederholen zu müssen. Damit man aber nicht zu sehr verwöhnt wird, sorgt ein Bug dafür, das man doch ab und an große Spielabschnitte wiederholen muß. So kann es vorkommen, das beim Speichern wichtige Gegenstände (vorzugsweise Schlüssel) einfach beim nächsten Laden fehlen. Gelobt sei der, der mehrere Spielstände hat (die hoffentlich nicht auch defekt sind). Dieser Punkt führt zu einer Abwertung, da so viel Frust vorprogrammiert ist. Ein letzter Kritikpunkt, der die Steuerung zwar nicht direkt betrifft, sie aber tangiert ist die Kollisionsabfrage. Diese ist teilweise so ungenau, das eigenartige Situationen nicht ausbleiben. So kann man einen mutierten Grizzly am besten besiegen, indem man sich mitten in ihn stellt. So kann man nicht gebissen werden und fröhlich das Vieh über den Jordan pusten.
Damit sind wir auch schon am Punkt des Schwierigkeitsgrades. Dieser ist insgesamt eher moderat gehalten. Selbst Anfänger werden mit den Rätseln keine Probleme haben, da die Lösung meist nur ein oder zwei Räume entfernt liegt. Wo Profis unterfordert sind freuen sich Einsteiger über schnelle Erfolge und eine gute Story. Zum Abschluß des Testes seien aber noch ein paar interessante Spielmöglichkeiten erwähnt. So wechselt man beispielsweise mitten im Spiel den Charakter und darf kurzzeitig in eine weibliche Hauptrolle schlüpfen. Weiterhin hat man ein recht hübsches Waffenarsenal zur Verfügung. Neben Schlagstock, Gewehr und Pistole hat man auch einen tollen Flammenwerfer, mit dem das Kämpfen richtig Laune macht. Quintessenz: Gute Ansätze, einige Nervfaktoren, nicht immer logisch und kleine Detailschwächen.
Fazit
Curse – „The Eye of Isis“ ist durchaus ein nettes Spiel. Es ist solide programmiert (vom Speicherbug mal abgesehen), wirkt sehr düster und spannend. Einige Punkte rauben dem Spiel aber viel Atmosphäre, was natürlich auf Kosten der Wertung geht. Fans des Genres, die schnell Erfolge haben wollen, sind auf jeden Fall gut bedient.