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Review · Strategie

Empire Earth: Zeitalter der Eroberungen

Gestern noch ein Hit, heute ein Klassiker. Das Strategiespiel, das sehr an Civilization erinnert, konnte sehr schnell eine große Fangemeinde um sich versammeln. Damit den Spielern der Spielstoff nicht ausgeht, schiebt das Entwicklerteam um Rick…

Titelbild zu Empire Earth: Zeitalter der Eroberungen
Gestern noch ein Hit, heute ein Klassiker. Das Strategiespiel, das sehr an Civilization erinnert, konnte sehr schnell eine große Fangemeinde um sich versammeln. Damit den Spielern der Spielstoff nicht ausgeht, schiebt das Entwicklerteam um Rick Goodman nun das Addon „Zeitalter der Eroberungen“ nach. Ob sich der Kauf lohnt, wollen wir nun einmal näher beleuchten.´

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Bevor wir aber zu den Besonderheiten des Addons kommen, soll noch einmal kurz auf das Hauptprogramm eingegangen werden, da dieses ja nicht bei uns im Test war. Wie bereits erwähnt, sind die Parallelen zu Civilization nicht von der Hand zu weisen. Im Grunde genommen geht es darum, seine Zivilisation aus der Urzeit ins moderne Nanozeitalter zu führen. Im Gegensatz zu Civilization handelt es sich aber bei Empire Earth um ein Echtzeitstrategiespiel. Um die Weltherrschaft an sich zu reißen, stehen dem Spieler anfangs vier Kampagnen offen. Dabei darf man wahlweise dem deutschen Reich, den Griechen, den Engländern oder den Russen auf ihrem Weg zur Macht zur Seite stehen. Vier Kampagnen mögen auf den ersten Blick etwas wenig klingen, doch ist es möglich, mit dem beiliegenden Editor eigene Kampagnen zu schaffen und diese dann im Internet zu tauschen. Um Anfängern den Einstieg zu erleichtern, wurde ein ausführliches Tutorial geschaffen, in dem man sich mit der Steuerung und den grundlegenden Taktiken vertraut machen kann. Bevor man dann in die Hauptschlachten zieht, sollte man sein erworbenes Wissen am besten auf einer Zufallskarte testen, um für die kommenden Kreuzzüge gewappnet zu sein.

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Das weitere Prinzip des Spiels ist dann wieder typische Echtzeitkost. In erster Linie geht es darum, Rohstoffe zu sammeln, seine Basis auszubauen und eine schlagkräftige Armee zusammenzustellen. Mit der Zeit kann man seine Gebäude und Einheiten dann aufwerten und so aus kleinen Keulenschwingern große Cyborgsoldaten züchten. Bevor man allerdings diesen Quantensprung vollziehen kann, schlägt man sich durch 14 Epochen wie beispielsweise das Mittelalter, das Industriezeitalter und das Nanozeitalter. Jeder Epoche hat ihre eigenen Stärken und Schwächen und erfordert eine leicht abgeänderte Taktik.
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Grafisch konnte Empire Earth zum damaligen Erscheinungstermin viele Punkte sammeln. Als eins der ersten Echtzeitstrategiespiele setzte Empire Earth auf dreidimensionale Objekte, die sich stufenlos zoomen lassen. So schön wie diese Option anmutet, so selten braucht man sie in der Praxis, da gerade bei Echtzeitstrategiespielen ja die Übersicht zu den wichtigsten Punkten gehört. Besonders eindrucksvoll ist diese Funktion, wenn die Umgebung von großen Detonation erfüllt wird, Raketen durch die Lüfte ziehen und Panzer auf feindliche Stellungen zurollen. Auch die Umgebung, die Gebäude und die Faune und Flora bieten viel fürs Auge. Ein paar Nachteile hat die Grafikengine aber doch. So kann man selbst beim größten Zoom nur einen kleinen Teil der Karte überblicken. Gerade in großen Schlachten wird dies schnell zum Hindernis. Auch läßt sich die Karte nicht einen Millimeter drehen. Die Perspektive steht fest wie eine deutsche Eiche, was oft dazu führt, das man Einheiten übersieht.

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Auch in Sachen Steuerung gibt es keine wesentlichen Neuerungen. Empire Earth steuert sich so, wie im Genre üblich. Mit einem Klick wird eine Einheit angewählt, ein weiterer Klick bewegt die Einheit. Auch können die Gruppen wieder zu Verbänden zusammengefasst werden. Im Gegensatz dazu steht der Sound, denn hier haben die Entwickler ganze Arbeit geleistet. Die Hintergrundmusik bleibt einem lange im Ohr und setzt das Spiel in eine sehr angenehme Atmosphäre. Weiterhin kann man sehr viele spezielle Soundeffekte erhaschen. So kann man seinen Arbeitern beim Holzschlagen zuhören oder das Geräusch startender Raketen erhaschen. Jeder Einheit verfügt über eigene Sprachsamples, die sich sogar von Epoche zu Epoche ändern. Leider bleibt die Hintergrundmusik gleich und ändert sich während der Epochen nicht.
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Insgesamt bietet Empire Earth also eine große Auswahl an Spielmöglichkeiten und motiviert über lange Zeit. Nun soll aber endlich das Addon angesprochen werden. Am grundsätzlichen Spielprinzip hat sich natürlich nichts geändert. Solospieler werden sich besonders freuen, sind doch drei neue Kampagnen im Addon enthalten. Eine weitere wichtige Neuerung sind zivilisationsspezifische Fertigkeiten. So hat jeder Nation jetzt eine Spezialeinheit, die ihr in einer bestimmten Epoche einen Vorteil bringt. Neben diesen neuen Einheiten gibt es natürlich auch neue Gebäude und Wunder. Im Einheitenbereich gibt es also viele Erweiterungen, die altgediente Strategen begrüßen werden. Eine weitere Neuerung ist die neue Epoche, das Weltraumzeitalter. In dieser Epoche versucht man, den immer knapper werdenden Rohstoffen auf der Erde zu entfliehen. Spielerisch ist diese Epoche leider nicht so sinnvoll, da die strategischen Möglichkeiten arg begrenzt sind.

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Die Technik, der Sound und die Steuerung haben sich nicht geändert. Auch die beim Hauptprogramm bemängelte fehlende Drehbarkeit der Welt wurde nicht geändert. Die Hauptlast des Addons liegt also eindeutig auf der strategischen Ebene. Durch die neuen Spezialisierungen, Einheiten und die neue Epoche gewinnt das Spiel weiter an Komplexität.

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Zusammenfassend kann man also sagen, das man mit Hauptspiel und Addon eins der komplexesten Echtzeitstrategiespiele bekommt. Ein paar Kritikpunkte existieren zwar, doch werden sich Feldherren auf der Suche nach einer Herausforderung nicht von diesem Spiel abbringen lassen.

Fazit

Das Addon trumpft in jedem Fall im strategischen Bereich auf. Einige Kritikpunkte des Hauptprogrammes hätten aber ruhig geändert werden können. Spieler, die das Hauptprogramm mochten, werden zufrieden sein. Neue Käuferscharen wird das Addon aber nicht wecken.