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Review · Action

Hulk

Er ist grün, er ist stark und er ist irgendwie nicht sonderlich beliebt. Die Rede ist natürlich nicht vom Polizisten von nebenan sondern von Hulk, dem großen grünen Knuddelmonster, das viele Fans erst kürzlich im Kino erfreute. Nun kommt der Hulk…

Titelbild zu Hulk
Er ist grün, er ist stark und er ist irgendwie nicht sonderlich beliebt. Die Rede ist natürlich nicht vom Polizisten von nebenan sondern von Hulk, dem großen grünen Knuddelmonster, das viele Fans erst kürzlich im Kino erfreute. Nun kommt der Hulk auf den Rechner. Erfreut er hier auch die Massen?

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Die Figur des Hulk ist wahrlich nicht neu. Vor vielen Jahren begann die Geschichte um den Mann, der zum Hulk mutiert, in einem Comic. Es folgte eine Fernsehserie und nun schließlich der Spielfilm. Damit alle Medien komplett werden, trifft der Hulk nach seinem Konsolendebüt nun auch bei den PC – Spielern ein. Erfahrene Spieler werden sofort sagen: „Achje...eine Konsolenkonvertierung“. Ganz unrecht haben sie damit nicht, denn auch Hulk krankt unter typischen Konsolenkrankheiten. Welche genau das sind und warum das Spiel trotzdem Spaß macht, soll in den folgenden Zeilen geklärt werden.

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Die Story beginnt damit, das unser Held übers Ohr gehauen wird und ihm ein Teil seiner Kräfte gestohlen wird. Nun gibt es also noch ein zweites Monster, das wir in den folgenden Kapiteln jagen dürfen. Der Spieler schlüpft abwechselnd die Rollen von Bruce und dem Hulk. Als Bruce ist man eher aufs Schleichen und vorsichtige Vorankommen angewiesen, als Hulk haut man einfach alles breit, was einem in den Weg kommt. Damit hat sich das Spielprinzip aber leider auch schon erledigt. Hier wird schon deutlich, das man nicht zu hohe Ansprüche an das Spiel stellen sollte.
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Damit einem aber der Spaß trotzdem erhalten bleibt, erstrahlt Hulk in einem recht angenehmen, wenn auch nicht überragendem, grafischen Outfit. Wie auf aktuellen Konsolen üblich bekommt man eine 3D Grafik mit festen Kamerastandorten. Bei speziellen Aktionen schaltet die Kamera dann um, um das Geschehen deutlicher ins Licht zu setzen. Die Kamerawinkel sind leider oft nicht so glücklich gewählt. Gerade wenn man mit Bruce unterwegs ist, kann man schnell verzweifeln, da wichtige Punkte einfach nicht einsehbar sind. Wenn man dann vorsichtig um eine Ecke schleicht, kann man schnell einer Wache gegenüberstehen. Als Hulk hat man das Problem nicht, da man dort eher bemüht ist aufzufallen (wo soll sich auch ein 2,50 Meter großes Monster verstecken..). Insgesamt ist die Grafik in einem Comicstil gehalten, der dem ganzen Spiel etwas den Ernst nimmt. Das ist auch dringend nötig, denn Hulk ist nicht sonderlich zimperlich zu seinen Gegnern. Im Gegenteil! Da werden Soldaten durch die Gegend geworfen, auf den Boden geschmettert, mit Kisten, Schränken und Fahrzeugen verdroschen. Mit einer anderen Grafik hätte das Spiel sicher keine Freigabe ab 12 Jahren bekommen.

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Auch im akustischen Bereich bekommt man solides geboten. Die Sprachausgabe klingt klar und deutlich, die Musik ist eher hintergründig und dominiert das Spiel nicht. Manchmal hätte man sich vielleicht etwas bombastischere Effekte gewünscht. Auch eine besser unterstützte Surround-Option hätte dem Spiel sicher gut getan. Zwar kann man 5.1 Lautsprecher auswählen, an Effekte wie in Tron oder Vietcong kommt das Spiel aber nicht annähernd heran. Wie sicher viele Leser schon ahnen, muß sich die Konsolenherkunft in einem entscheidenden Punkt im Spiel widerspiegeln. Dies ist der Punkt der Steuerung. Das PC-Spieler eine Maus besitzen scheint den Entwicklern verborgen geblieben zu sein. Das Spiel läßt sich nur mit der Tastatur steuern. Und selbst da gibt es hin und wieder Probleme. Grund dafür sind die bereits angesprochenen Kamerapositionen. Schaltet nämlich die Kamera um, muß man blitzartig auch mit der Steuerung reagieren. Betrachtet die Kamera nämlich das Bild aus der entgegengesetzten Richtung, ändert sich natürlich auch die Steuerung. So wird aus oben unten und umgedreht. Durch dieses Problem kommt man in den Schleichpassagen regelmäßig in Bedrängnis, da man versehentlich in einen Suchscheinwerfer oder ähnliches läuft. Glücklicherweise wurde die Zahl der Tasten relativ gering gehalten. Mit drei Angriffstasten, vier Richtungstasten und einer Sprungtaste kann man eigentlich alle Aufgaben erfüllen. Hier wäre aber auf jeden Fall noch viel Raum für Verbesserungen gewesen.
Durch diese etwas verkappte Steuerung steigt natürlich auch der Schwierigkeitsgrad etwas an. Prinzipiell ist dieser aber sowieso im unteren Segment zu finden, so daß das Spiel auch für Anfänger kein Problem darstellt. Als Hulk ist man eh relativ unkaputtbar und die Spielzeiten mit Bruce halten sich in Grenzen. Damit man sich an die Steuerung gewöhnen kann, gibt es ein kleines Tutorial in dem man ein paar Soldaten verprügeln darf. Auch während des Spiels gibt das Programm regelmäßig Tips, was man tun muß. Schlußendlich gibt es noch ein paar kleinere Knobelaufgaben, die aber jeder mit einem IQ von über 90 locker lösen sollte. Was bleibt ist die Frage, ob Hulk denn nun Spaß macht oder nicht. Anfangs ist es wirklich noch ganz witzig, mit dem grünen Klops die Soldaten zu verhauen. Mit der Zeit wird das aber doch relativ langweilig. Irgendwie fehlt dem Spiel die Abwechslung. Als Hulk verhaut man alles was in der Gegend steht, als Bruce schleicht man durch die Gegend und ist froh, wenn man wieder den Hulk spielen darf. Einzige Auflockerung sind sporadisch auftauchende Endgegner, die spezielle Strategien erfordern. Diese Highlights sind aber leider viel zu selten. Im Spielverlauf wechseln zwar die Missionsziele, im Endeffekt bleibt die Aufgabe aber immer gleich - Reinschleichen da, draufhauen da.

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Ein weiterer Punkt, der sehr konsolentypisch ist, ist das Speichersystem. So speichert das Programm automatisch nach jedem Level. Eine eigenständige Verwaltung der Spielstände ist nicht möglich. Bei diesem Spiel stört das zwar nicht weiter, aber in der Regel sollte ein PC – Spiel eine ständige Speichermöglichkeit bieten. Insgesamt erscheint Hulk auf 3 CD’s, die mit etlichen Gimmicks gespickt sind. So gibt es einige Videos und neben dem Storymodus noch einen Herausforderungsmodus, bei dem man entweder kämpfen kann oder einfach nur zerstören. Aufgrund der Filmszenen hätte sich der Hersteller auch für eine DVD entscheiden können. Der Qualität der Filme hätte es sicher gut getan und dem Spieler wäre Festplattenplatz erspart geblieben. Immerhin belegt eine Vollinstallation 1,34 GB.

Fazit

Hulk macht Spaß....leider nur sehr kurz. Anfangs prügelt man sich gern durch die Gegend (zumal Prügelspiele auf dem PC selten sind). Nach kurzer Zeit vermißt man aber neue Eindrücke und Erlebnisse. Hulk ist ein solides Spiel für zwischendurch. Hulk-Fans können bedenkenlos zugreifen, alle anderen sollten vorher probespielen.