Review · Rollenspiel
Technomage
Eine Welt vor dem Abgrund, ein ausgestoßener Hauptheld, eine schöne Maid, die gern in Probleme gerät? Lieben wir nicht alle diesen Stoff, aus dem Rollenspiele geschrieben werden? Wer ist nicht gern der Held und wird vom kleinen Niemand zum großen…

Eine Welt vor dem Abgrund, ein ausgestoßener Hauptheld, eine schöne Maid, die gern in Probleme gerät? Lieben wir nicht alle diesen Stoff, aus dem Rollenspiele geschrieben werden? Wer ist nicht gern der Held und wird vom kleinen Niemand zum großen Star? In Technomage kann man genau diesem Traum folgen.
Der kleine Melvin, ein Mischling der beiden Rassen Dreamer und Steamer wird aus seinem Dorf verbannt, weil er wohl die Ursache für etliche böse Zwischenfälle ist. Warum wird er eigentlich verbannt? Leider ist in Gothos, der Welt in der diesen märchenhafte Spiel spielt, der intime Kontakt dieser beiden Rassen untersagt. Die Dreamer frönen der Magie, während die Steamer sich eher für Maschinen begeistern können. Das Verbot scheint allerdings nicht sonderlich oft eingehalten zu werden, denn im Verlauf des Spiels treffen wir auf Talis, ein junges Mädchen, welches auch ein Mischling ist. Aber bevor die beiden ein gemütliches Zusammensein genießen können, muß erst einmal die Welt gerettet werden. So süß wie die beiden aussehen wollen wir sie mal nicht lange warten lassen. Nicht nur Melvin wird nämlich durch den Anblick seiner schönen Herzensdame verwöhnt. Auch der Spieler bekommt wunderschöne Einblicke in die Welt von Gothos.
Die Landschaften wurden in wunderschönem 3D umgesetzt. Jede Gegend hat ihren eigenen Charme. So unterscheiden sich der Feenwald, das Steamer- und Dreamerdorf durch unterschiedliche Vegetation und Fauna. Hier und da flattert ein 3D Schmetterling, Blumen blühen und Bäume wachsen. Die Grafik wirkt an sich eher comichaft, ist aber trotzdem wunderschön. Ein besonders Lob verdienen die Zwischensequenzen. Zum einen sieht man recht häufig welche, zum anderen wurden sie sehr schön umgesetzt. Zu dieser grafischen Pracht kommt eine sehr gute Hintergrundmusik, welche sich auch an der jeweiligen Gegend orientiert. Besitzer von 3D Soundanlagen werden sogar rundum beschallt. Auch die Stimmen wurden sehr passend zu den Personen ausgewählt. Man kann sich praktisch mit jedem Bürger unterhalten und bekommt so schnell mit, was in den Gegenden an Problemen existiert. Das Spiel ist in einer komplett deutschen Version erhältlich, gelegentlich findet man in den Zwischensequenzen aber einige englische Worte. Dies stört den Gesamteindruck allerdings kaum. Die akustische Umsetzung ist und bleibt Spitzenklasse. Bis jetzt gab es noch nicht viel Grund zur Kritik.
Der kleine Melvin, ein Mischling der beiden Rassen Dreamer und Steamer wird aus seinem Dorf verbannt, weil er wohl die Ursache für etliche böse Zwischenfälle ist. Warum wird er eigentlich verbannt? Leider ist in Gothos, der Welt in der diesen märchenhafte Spiel spielt, der intime Kontakt dieser beiden Rassen untersagt. Die Dreamer frönen der Magie, während die Steamer sich eher für Maschinen begeistern können. Das Verbot scheint allerdings nicht sonderlich oft eingehalten zu werden, denn im Verlauf des Spiels treffen wir auf Talis, ein junges Mädchen, welches auch ein Mischling ist. Aber bevor die beiden ein gemütliches Zusammensein genießen können, muß erst einmal die Welt gerettet werden. So süß wie die beiden aussehen wollen wir sie mal nicht lange warten lassen. Nicht nur Melvin wird nämlich durch den Anblick seiner schönen Herzensdame verwöhnt. Auch der Spieler bekommt wunderschöne Einblicke in die Welt von Gothos.
Die Landschaften wurden in wunderschönem 3D umgesetzt. Jede Gegend hat ihren eigenen Charme. So unterscheiden sich der Feenwald, das Steamer- und Dreamerdorf durch unterschiedliche Vegetation und Fauna. Hier und da flattert ein 3D Schmetterling, Blumen blühen und Bäume wachsen. Die Grafik wirkt an sich eher comichaft, ist aber trotzdem wunderschön. Ein besonders Lob verdienen die Zwischensequenzen. Zum einen sieht man recht häufig welche, zum anderen wurden sie sehr schön umgesetzt. Zu dieser grafischen Pracht kommt eine sehr gute Hintergrundmusik, welche sich auch an der jeweiligen Gegend orientiert. Besitzer von 3D Soundanlagen werden sogar rundum beschallt. Auch die Stimmen wurden sehr passend zu den Personen ausgewählt. Man kann sich praktisch mit jedem Bürger unterhalten und bekommt so schnell mit, was in den Gegenden an Problemen existiert. Das Spiel ist in einer komplett deutschen Version erhältlich, gelegentlich findet man in den Zwischensequenzen aber einige englische Worte. Dies stört den Gesamteindruck allerdings kaum. Die akustische Umsetzung ist und bleibt Spitzenklasse. Bis jetzt gab es noch nicht viel Grund zur Kritik.
Leider muß man bei der Steuerung einige kritische Worte sagen. Wir steuern unseren Held aus der Verfolgerperspektive. Die Kamera läßt sich frei um unseren Helden drehen und erlaubt so den Überblick über die Umgebung. Gesteuert wird unser Held mit Maus und Tastatur. Theoretisch reicht auch eine Wheel-Maus mit 5 Tasten, doch greift man in der Regel auf die Tastatur zur Kamerasteuerung zurück. Im Prinzip funktioniert die Steuerung recht einfach. Mit einem Klick auf die linke Maustaste führt man Aktionen aus, mit der rechten bewegt man sich. Ein Druck auf den mittleren Knopf läßt unseren Helden springen. Mit dem Rad der Maus bzw. der Tastatur steuert man die Kamera. Dies geschieht völlig unabhängig vom Helden. Leider kann es so schnell passieren, daß man einen Gegner übersieht,der sich im toten Winkel der Kamera befindet. Da es sich bei Technomage aber um ein Action-Rollenspiel handelt, gehören Kämpfe zur regelmäßigen Beschäftigung. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber an diese Steuerung und kann damit umgehen. Was allerdings schwierig bleibt, sind die Hüpfpassagen, die Melvin ab und zu bewältigen muß. Hier funktioniert die Steuerung so ungenau, daß man oft vom Zeitlichen gesegnet wird. Dies ist wohl auch den Entwicklern aufgefallen und so haben sie „Respawn-Punkte“ eingebaut. Diese befinden sich meist vor solchen Hüpfstellen. Fällt man nun während des Springens in den Abgrund, landet man sofort wieder am letzten Punkt. Diese Funktion rettet so manch einen vor dem Biß in die Tischkante. Aber diese Passagen übersteht man auch, denn die Vorteile des Spiels überwiegen eindeutig. Spätestens die nächste Zwischensequenz läßt einen schnell den Ärger über die letzte Sprungaktion wieder vergessen.
Einen weiteren Pluspunkt verdient sich Technomage im Punkt Spieleinführung. Neulinge werden sehr langsam mit der Steuerung vertraut gemacht. Alle Aufträge, die man am Anfang in Dreamertown erhält, werden genau erklärt. Man erfährt, wie man die Waffen wechselt, wie man Items anwendet usw. So kommt man auch ohne Lesen des Handbuches sehr schnell klar. Auch die Gesamtstruktur des Spiels ist sehr gut gelungen. Im automatischen Questbuch sind alle noch zu erledigenden Aufgaben aufgeführt, der Schwierigkeitsgrad steigt langsam aber stetig an und die Motivation bleibt über lange Strecken erhalten. Ab und an darf man auch kleine Extraspiele erledigen. So spielt man mit den Kindern von Steamertown „Himmel und Hölle“ und nimmt an einem Käferrennen teil. Außerdem erhält man sehr viele kleine Aufträge, die sich sehr voneinander unterscheiden. Mal soll man Bücher zur Bibliothek bringen, mal Ratten in einem Keller beseitigen. Bei Technomage handelt es sich zwar um ein Rollenspiel, doch werden auch Einsteiger nicht von einer Unmenge Zahlen überfordert. Die Werte unseres Helden beschränken sich auf Kraft, Konstitution, Intelligenz und Mystik. Für gelöste Aufgaben und getötete Gegner erhält man Erfahrungspunkte. Diese können beim Stufenanstieg auf die vier Werte verteilt werden. Dieses System wirkt nicht sonderlich komplex, reicht aber für das Spiel vollkommen aus. Je nachdem wie man die Werte verteilt, wird aus unserem Melvin ein mächtiger Zauberer oder ein starker Kämpfer. So kann man sich in die Richtung spezialisieren, die einem mehr liegt. Viele werden jedoch den Weg des Kämpfers gehen, da man mit der Waffe wesentlich genauer umgehen kann als mit den Zaubersprüchen. Auch das Ableben der Gegner wurde sehr gut dargestellt. Die gefundene Lösung ist für kleinere Kinder geeignet, stört aber auch den Spieler fortgeschrittenen Alters nicht.
Einen weiteren Pluspunkt verdient sich Technomage im Punkt Spieleinführung. Neulinge werden sehr langsam mit der Steuerung vertraut gemacht. Alle Aufträge, die man am Anfang in Dreamertown erhält, werden genau erklärt. Man erfährt, wie man die Waffen wechselt, wie man Items anwendet usw. So kommt man auch ohne Lesen des Handbuches sehr schnell klar. Auch die Gesamtstruktur des Spiels ist sehr gut gelungen. Im automatischen Questbuch sind alle noch zu erledigenden Aufgaben aufgeführt, der Schwierigkeitsgrad steigt langsam aber stetig an und die Motivation bleibt über lange Strecken erhalten. Ab und an darf man auch kleine Extraspiele erledigen. So spielt man mit den Kindern von Steamertown „Himmel und Hölle“ und nimmt an einem Käferrennen teil. Außerdem erhält man sehr viele kleine Aufträge, die sich sehr voneinander unterscheiden. Mal soll man Bücher zur Bibliothek bringen, mal Ratten in einem Keller beseitigen. Bei Technomage handelt es sich zwar um ein Rollenspiel, doch werden auch Einsteiger nicht von einer Unmenge Zahlen überfordert. Die Werte unseres Helden beschränken sich auf Kraft, Konstitution, Intelligenz und Mystik. Für gelöste Aufgaben und getötete Gegner erhält man Erfahrungspunkte. Diese können beim Stufenanstieg auf die vier Werte verteilt werden. Dieses System wirkt nicht sonderlich komplex, reicht aber für das Spiel vollkommen aus. Je nachdem wie man die Werte verteilt, wird aus unserem Melvin ein mächtiger Zauberer oder ein starker Kämpfer. So kann man sich in die Richtung spezialisieren, die einem mehr liegt. Viele werden jedoch den Weg des Kämpfers gehen, da man mit der Waffe wesentlich genauer umgehen kann als mit den Zaubersprüchen. Auch das Ableben der Gegner wurde sehr gut dargestellt. Die gefundene Lösung ist für kleinere Kinder geeignet, stört aber auch den Spieler fortgeschrittenen Alters nicht.
Einen Kritikpunkt muß man allerdings noch benennen. Man kann die Kamera zwar frei um unseren Helden drehen, doch der Winkel bleibt unverändert. Gerade der gewählte Blickwinkel erlaubt aber keine große Übersicht. Zwar kann man jederzeit eine kleine Karte aufrufen, doch geht die Orientierung schnell verloren, wenn man nicht ein sehr gutes räumliches Vorstellungsvermögen hat.
Zusammenfassend kann man sagen, daß man mit Technomage ein wirklich wundervolles Märchen erhält. Die Story um Melvin und seine Liebste wird sicher viele begeistern können. Selten wurde in einem Action-Rollenspiel so viel Wert auf Atmosphäre gelegt. Erfrischend ist auch, daß Melvin ohne Zahlenkolonnen auskommt und trotzdem eine ganz eigene Persönlichkeit ist. Schnell hat man sich in den jungen Steamer-Dreamer hineinversetzt und wünscht sich, daß er bald mit seiner Liebsten vereint sein kann. Technisch hat Sunflowers bewiesen, daß sie in der Lage sind, hochwertige Spiele zu produzieren, die sich vor der ausländischen Konkurrenz nicht verstecken brauchen. Einziges Manko bleibt die Steuerung. Aber da wir Melvin ja vielleicht einmal wiedersehen werden, hat Sunflowers genug Zeit, diesen Punkt zu überarbeiten.
Zusammenfassend kann man sagen, daß man mit Technomage ein wirklich wundervolles Märchen erhält. Die Story um Melvin und seine Liebste wird sicher viele begeistern können. Selten wurde in einem Action-Rollenspiel so viel Wert auf Atmosphäre gelegt. Erfrischend ist auch, daß Melvin ohne Zahlenkolonnen auskommt und trotzdem eine ganz eigene Persönlichkeit ist. Schnell hat man sich in den jungen Steamer-Dreamer hineinversetzt und wünscht sich, daß er bald mit seiner Liebsten vereint sein kann. Technisch hat Sunflowers bewiesen, daß sie in der Lage sind, hochwertige Spiele zu produzieren, die sich vor der ausländischen Konkurrenz nicht verstecken brauchen. Einziges Manko bleibt die Steuerung. Aber da wir Melvin ja vielleicht einmal wiedersehen werden, hat Sunflowers genug Zeit, diesen Punkt zu überarbeiten.
Fazit
Anfangs war ich schon etwas skeptisch. Die ganze Optik wirkte zwar sehr schön, doch schien das Spiel eher für jüngere Mitbürger gemacht zu sein. Spätestens ab den Geschehnissen in Steamertown war dieser Eindruck jedoch verschwunden. Etliche Rätsel konnte ich nicht aus dem Handgelenk lösen, die Kämpfe wurden zusehends schwerer und die Handlung verdichtete sich. Ab diesem Zeitpunkt war es um mich geschehen. „Nur noch schnell dieses Rätsel...“ - mit diesem Satz habe ich schnell alle störenden Einflüsse (Freundin, Hund, knurrenden Magen etc.) abgestellt und mich durch die Welt von Gothos gekämpft. Das Spiel ist für mich eine gelungene Abwechslung zu Spielen wie Tomb Raider und Diablo. Sunflowers hat gezeigt, daß man kann auch mit niedlicher Grafik ein spannendes Abenteuer gestalten kann.
Systemanforderungen & Support
Ja
Systemanforderungen
Systemangaben: P III 500, 64 MB RAM, 8fach CD und 3D Karte
Voraussetzungen: PII, 32 MB RAM, 4fach CD und 3D-Karte
