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Review · Action

Tribes 2

64 Spieler treten in Massenschlachten gegeneinander an, Bomber fliegen über das Szenario und Panzer rollen durch das Schlachtfeld. In dem ganzen Getümmel steht ein Spieler, dem es langsam immer mulmiger wird. Doch wir reden hier nicht vom lang…

Titelbild zu Tribes 2
64 Spieler treten in Massenschlachten gegeneinander an, Bomber fliegen über das Szenario und Panzer rollen durch das Schlachtfeld. In dem ganzen Getümmel steht ein Spieler, dem es langsam immer mulmiger wird. Doch wir reden hier nicht vom lang erwarteten Halo sondern von Tribes 2.

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Tribes 2 ist der neuste Sproß der bekannten Starsiege-Reihe. Seit Tribes 1, ein Spiel, daß einigen Spielern noch im Gedächtnis sein könnte, hat sich eine Menge getan. Aber keine Angst, das Spiel baut nicht auf dem ersten Teil auf und ist auf für Neulinge im Starsiege-Universum spielbar. Eine Spielhandlung wird man allerdings vermissen, denn bei Tribes 2 handelt es sich um ein reines Onlinespiel, welches an Programme wie Unreal Tournement und Counterstrike erinnert. Es gibt zwar eine kleine Vorgeschichte, doch ist diese eher unscheinbar und unwichtig. Es geht also in erster Linie darum, mit Freunden und Unbekannten im Internet oder im LAN gegeneinander anzutreten, sich gegenseitig zu bekämpfen und gegnerische Fahnen oder Gebäude zu erobern. Doch eine Besonderheit hat Tribes 2. Alleine hat man hier selten Erfolg. Das Spiel ist definitiv auf Teams und Clans ausgelegt. Viele Karten sind nur mit gut durchgesprochener Teamwork zu gewinnen. Einen echten Solomodus vermißt man gänzlich. Es gibt zwar auch die Möglichkeit, die Kämpfe mit und gegen Bots durchzuführen, doch stößt man hier schnell an die Grenzen der künstlichen Intelligenz und der eigenen Möglichkeiten. Richtig Spaß machen die Eroberungen, Jagten und Fahnen-Stehlereien nur mit menschlichen Gegnern. All die Kämpfe finden auf 35 verschiedenen Freiluftkarten statt, welche grafisch sehr unterschiedlich gestaltet sind. So wirken einige Karten sehr schön, Berge und Täler wechseln sich ab, Bäume wachsen an den Hängen und Seen liegen in sanften Mulden im Gelände. Andere Karten dagegen wirken eher steril und langweilig.

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Die Figuren wirken dagegen sehr detailliert und auch die Waffeneffekte sehen grafisch sehr schön aus. Insgesamt hinterläßt die Grafik also einen eher zwiespältigen Eindruck. Akustisch kann man auch nur wenig kritisieren. Die Geräuschkulisse wirkt sehr passend zum Ambiente. Während der Kämpfe erklingen die Kommentare der Mitspieler und die Geräusche der Waffen und Fahrzeuge, die dem ganzen Kampfgeschehen eine ganze neue Dimension verleihen. Auch die Sprachausgabe und die Waffeneffekte klingen sehr passend und lassen wenig Raum für Kritik. Leider findet die ganze Kommunikation auf Englisch statt. Auch alle Bildschirmtexte waren in der Testversion in englischer Sprache. Man sollte also schon die Grundlagen dieser Sprache beherrschen oder ein gutes Wörterbuch besitzen, um mit den Meldungen und Anleitungen klar zu kommen.
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Mehr Kritik erhält dagegen die Steuerung. Zum einen ist diese sehr komplex und stellt gerade Einsteiger oft vor riesige Probleme. Wenn man sich an nach vielen Matchs an die Steuerung gewöhnt hat, geht sie einem zwar leichter von der Hand, doch bleiben einige Schwachpunkte. Diese beziehen sich in erster Linie auf die Steuerung der Fahrzeuge. Diese wirkt auch nach vielen Stunden immer noch schwammig und ungenau. Gerade die Fahrzeuge zählen aber zu den interessantesten Objekten im Spiel. Um so trauriger ist es, daß man hier so sehr mit der Steuerung kämpfen muß. Glücklicherweise liegt dem Spiel eine Tastaturkarte dabei, die man sich bequem neben den Rechner legen kann. Dies erleichtert auch den Umgang mit den verschiedenen Waffen. Hier trifft man auf vertrautes Equipment. Vom Mini- über das Lasergewehr bis zum Granatwerfer sind alle vertrauten Waffen eines Actionspielers vorhanden. Richtig neu ist eigentlich nur der Mörser mit dem Ziellaser. Ein Spieler markiert mit dem Laser das Ziel, welches der andere Spieler mit dem Mörser nun zielgenau trifft. Aus diesem Beispiel wird wiederum deutlich, wie genau die Teameinsätze teilweise abgesprochen sein müssen. Überhaupt ist es während der gesamten Spieldauer immens wichtig, die verschiedenen Kriegsgeräte miteinander zu kombinieren. Neben den Offensivwaffen gibt es daher auch etliche defensive Objekte. So lenken Granaten Raketen ab oder entwaffnen die Gegner. Das Angebot bringt also nicht viele neue Innovationen, bietet aber mit Gewohntem Standardkost. Da der Schwerpunkt auf der Kombination der verschiedenen Waffentypen liegt, fällt die Innovationsarmut nicht sonderlich stark ins Gewicht.

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Wie auch in anderen Spielen dieser Art üblich, gibt es verschiedene Spielmodi, sich großteils auch an bekannten Modi orientieren. Schwerpunkt liegt in erster Linie auf dem „Capture the flag“-Modus. Bei diesem Spielart geht es darum, eine Flagge aus dem gegnerischen Gebäude zu rauben und ins eigene zu bringen. Weitere bekannte Spielmodi sind das Deathmatch, in dem jeder gegen jeden antritt, der Siege Modus, in dem man eine feindliche Festung erobert und der „Capture and Hold“-Modus, in dem bestimmte Punkte erobert und gehalten werden müssen. Weitere interessante Modi sind der Bounty- und der Rabbitmodus. In ersterem bekommt man den Namen eines Gegners zugeteilt, den man nun erlegen muß. Allerdings nur diesen und keinen anderen. Im Rabbitmodus gibt es nur eine Fahne. Der Träger dieser Fahne wird von allen anderen Spielern gejagt. Erobert ein anderer die Fahne beginnt die Jagd von vorn. Für Abwechslung ist also auf jeden Fall gesorgt. Solange man gegen die Computerbots kämpft, ist das ganze auch noch recht einfach in den Griff zu bekommen. Wagt man sich aber im Netz gegen menschliche Spieler anzutreten, wird schnell klar, daß hier der ganze Kämpfer gefordert ist. Glücklicherweise gibt es einige Clans, die auch Neulingen helfen, sich in der Welt von Tribes 2 zurechtzufinden. Das Handbuch hilft dem Spieler auch oft weiter. Im Gegensatz zu vielen anderen Spielen kann man hier wirklich von einem Buch reden und wird nicht mit einem kleinen Heftchen abgespeist. Neben der Vielfalt und den vielen positiven Merkmalen gibt es aber leider auch etwas Schatten zu sehen. So sind einige Karten einfach zu groß.

Zu den am Anfang erwähnten Massenschlachten kommt es leider nur sehr selten. Eher sind ausgedehnte Spaziergänge eher an der Tagesordnung. Gerade für Gelegenheitsspieler eignet sich das Programm daher nicht.
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Wer mit Tribes 2 glücklich werden will, braucht Zeit und muß sich früher oder später einem Clan anschließen. Aber auch diese Spieler werden manchmal laut fluchend vor ihrem Rechner sitzen. Denn wenn man die ganze Karte überquert hat und kurz vor dem Ziel erschossen wird, darf man den ganzen langen Weg erneut antreten. Auch die bereits erwähnten Steuerungsmängel bei dem Betrieb von Fahrzeugen fallen auch nach vielen Stunden noch merklich auf. Wenn aber einige Spieler in sehr großen Clans organisiert sind und auf Massenscharmützel stehen, steht einem anspruchsvollen Spiel nichts im Wege. Spieler, die sich in die Welt von Tribes 2 wagen wollen, sollten über eine stabile und nicht zu langsame Onlineverbindung verfügen. In Zeiten, in denen 56,6 er Modems und Standleitungen zum guten Ton gehören, sollte man aber auch daran nicht verzweifeln. Positiv hervorzuheben ist noch, daß ein Chat und ein Forum in das Spiel integriert worden. So kann man jederzeit seine Taktik absprechen und Informationen an die Teammitglieder versenden. Auch wird die eigene Spielversion wenn nötig am Anfang eines Spiels aktualisiert. Das Suchen nach Patches entfällt somit.

Fazit

Tribes 2 richtet sich definitiv an die Clanszene. Einzelgänger und Gelegenheitsspieler werden vielleicht ihr Glück versuchen und dann aufgeben. Der Kampf gegen die Bots macht auch eine Weile Spaß, doch ist das Programm deutlich auf den Mehrspielermodus ausgelegt. Und auch hier sollten die Gruppierungen sehr gut organisiert sein. Für ein schnelles Spiel zwischendurch ist das schnelle Programm nicht geeignet. Es ist ein taktisch anspruchsvoller, grafisch überwiegend schöner und spannender Feldzug um die Vorherrschaft in der Welt von Tribes 2. Einige Punkte stören das Spielvergnügen, werden aber von wahren Fans akzeptiert.

Systemanforderungen & Support

Ja

Systemanforderungen

Systemangaben: CPU mit 800 MHZ, 128 MB RAM, DSL-Leitung, 3D Karte Voraussetzungen: CPU mit 300 MHZ, 64 MB RAM, 56,6 er Modem, 3D Karte